Was zeichnet die Messer von Böker aus, und welche Arten gibt es?
Freitag, 28. Mai 2021

Was zeichnet die Messer von Böker aus, und welche Arten gibt es?

In unzähligen Lebenslagen stehen sie uns treu zur Seite, denn sie kommen in verschiedensten Ausführungen daher: Messer. Egal ob beim Brot schneiden oder beim Filetieren hochwertiger Zutaten: Auf Koch- und Brotmesser ist Verlass. In der Hosentasche verstaut, sind Klappmesser allzeit bereit. Und auch auf Jagdausflügen und Survival-Trips sind Messer von Böker stets ein treuer Begleiter. 


Die Liste der Arten und der Einsatzgebiete von Messern ist lang. Gleiches gilt auch für die Hersteller. Nichtsdestotrotz soll Böker im Folgenden besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Was macht die Messer dieses Unternehmens so besonders?


Das Markenzeichen des deutschen Messerherstellers mit dem Baum ist auf der ganzen Welt bekannt. Die berühmten Messer werden bereits seit über 150 Jahren gefertigt. Um genau zu sein: seit 1869 – und zwar von Hand. Genau das macht die Exemplare dieser Messer-Manufaktur so besonders. Es liegt im Selbstverständnis des Herstellers, dass kein einziges Messer die Manufaktur ohne Qualitätssiegel verlässt. 


Kaum ein Unternehmen ist so geschichtsträchtig wie Böker. Damit steht es bei weitem nicht nur für Qualität, sondern auch für Beständigkeit, Erfahrung und Weiterentwicklung.


Alles begann mit einem Kastanienbaum


Die Geschichte der Messer-Manufaktur startete Mitte des 17. Jahrhunderts. Die Familie Böker lebte in Remscheid und führte dort eine kleine Handwerkzeugfabrik. Damals ahnte noch niemand, wohin der Weg einmal führen würde. 


Nahe der Fabrik stand ein riesiger Kastanienbaum, der seinen gewaltigen Schatten darauf warf. Prompt wurde er zum Namensgeber für das Böker Baumwerk, und die Familie liess ihn sogar als Hausmarke eintragen.


Schon damals waren die Produkte des Unternehmens – zu dieser Zeit allerdings Werkzeuge statt Messer – sehr erfolgreich. Etwa 100 Jahre später gehörte das Unternehmen bereits zu den führenden Herstellern in seinem Heimatland Deutschland und im Umland. 


Zum ersten Umschwung im Sortiment kam es Ende der 1820er-Jahre – einer politisch eher instabilen Zeit. Die Nachfrage nach Blankwaffen stieg, und die Familie beschloss, fortan auch Säbel zu produzieren. Das Unternehmen beschäftigte zu dieser Zeit bereits über 60 Schmiede, knapp 50 Schleifer und zahlreiche ungelernte Arbeiter. 


Die Produktvielfalt im Bereich Werkzeuge und Schneidwaren wuchs und wuchs. Schnell erkannte die Familie, dass sie das Unternehmen aufteilen muss, um der Nachfrage gerecht werden zu können. So entstanden H. Boker & Co., gegründet in New York und mit Niederlassung in Mexiko, sowie Heinr. Böker & Co. 


Letztere Firma hatte ihren Sitz in Solingen, denn dort entwickelte sich die Schneidwarenindustrie damals besonders schnell. Scheren, Rasiermesser, Taschenmesser und mehr wurden Teil des Sortiments, und die hohe Qualität zog Aufmerksamkeit aus aller Welt auf sich. 


Da sich Kunden aus dem Ausland mit dem Namen «Böker» schwertaten, musste ein einfaches Erkennungszeichen her. Der altbekannte Kastanienbaum hatte einen neuen Auftritt und wurde zum unverkennbaren Markenzeichen der Produkte. Seitdem hat kein einziges Messer die Manufaktur ohne das Kastanienbaum-Siegel verlassen.


Arbeitsschritte wurden ausgelagert
Arbeitsschritte wurden ausgelagert


Schon 1900 übernahm der US-amerikanische Markt den Grossteil der Produktion. Die H. Boker & Co. in New York fokussierte sich auf den Vertrieb der begehrten Schneidwaren. Schon bald kristallisierten sich die Taschenmesser als Verkaufsschlager heraus und hängten sogar die begehrten Scheren und Rasiermesser ab. Die Nachfrage wuchs rasant.


Obwohl die beiden Familienteile immer eng zusammengearbeitet hatten, wurden sie während des Zweiten Weltkriegs auf eine harte Probe gestellt. Der Kontakt kam zum Stillstand, denn Handelsbeziehungen zwischen Unternehmen in Deutschland und den USA waren undenkbar. Hinzu kam, dass das Werk in Solingen vollständig niederbrannte. Keine Maschine, kein Werkzeug, nicht einmal Muster waren zu retten.


Doch natürlich endete die Geschichte der Messer-Manufaktur hier nicht. Es war keine Option, das Unternehmen einfach aufzugeben. Zu viel Tradition und Herzblut steckten bereits darin. Nach dem Krieg taten sich treue Facharbeiter zusammen, bauten das Gebäude wieder auf und starteten eine erneute Produktion. 


Der zerstörten Fabrik wurde wieder Leben eingehaucht, und das Unternehmen schaffte es, die hohen Standards der Vorkriegszeit erneut zu erreichen.


Aber was wurde eigentlich aus dem Kastanienbaum? 1925 schlug ein Blitz ein, und die Tage dieses geschichtsträchtigen Baums waren gezählt. Ein Künstler schnitzte das Böker-Logo aus einem originalen Holzstück des Baums als Andenken. Bis heute ziert es den Eingang der Messer-Manufaktur.


Was macht die Messer von Böker so besonders?

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Eine hochwertige Verarbeitung und die Verwendung bester Materialien machen die Messer von Böker bis heute aus. Die Messer-Manufaktur hat sich in über 150 Jahren Geschichte zu einem der weltweiten Innovationsführer entwickelt. Das Unternehmen darf sich zudem als grösster Hersteller von Einsatz-, Sport- und Sammlermessern in ganz Europa bezeichnen. 


Tradition verpflichtet und ist gleichzeitig Ansporn. Das gilt auch für Böker. Der internationale Erfolg der hochwertigen, innovativen und aussergewöhnlichen Messer spricht für sich. Qualität, Fortschritt und Detailverliebtheit charakterisieren die Produkte der Messer-Manufaktur heute noch genauso wie damals. Die Leidenschaft für Exemplare der ganz besonderen Art ist auch nach über einem Jahrhundert nicht erloschen. 


In jedem einzelnen Messer stecken nicht nur Rohstoffe in höchster Qualität und beste Fachkenntnisse in der Produktion. Hinzu kommen Innovation und vor allem Liebe zum Detail. Optimal ausbalanciert, angenehm in der Hand liegend und teilweise dekorativ verziert kommen die Messer von Böker daher. Als renommierter Messerhersteller bietet das Unternehmen zudem eine enorme Vielfalt an Griff- und Klingenmaterialien.


Ein Einblick in die Produktpalette von Böker

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Als Europas grösster Produzent von Einsatz-, Sport- und Sammlermessern ist es kaum verwunderlich, dass hier der Schwerpunkt des Unternehmens liegt. Hinzu kommen Outdoor- und Jagdmesser in zahlreichen Ausführungen sowie unter anderem:


Einige weitere Messerarten, die Böker bietet, sollen nun etwas genauer beleuchtet werden. Dringend zu erwähnen sind an dieser Stelle Taschenmesser. Ausgestattet mit einer klappbaren Klinge werden sie zu einem verlässlichen Partner in verschiedensten Lebenslagen.


Vom Alltagshelfer bis hin zum Einsatzmesser für Polizei und Offiziere – die hochwertigen Taschenmesser überzeugen mit unzähligen Verwendungsmöglichkeiten. Bei Böker treffen moderne Designs auf neueste Verschlusstechniken, und das in jeder Preislage.


Die feststehenden Messer weisen eine deutlich stabilere Klinge auf als Taschenmesser. Sie müssen nicht mithilfe von Mechanik offengehalten werden, weshalb eine grössere Kraftübertragung möglich ist. Für Outdoor-Aktive ist ein feststehendes Messer unentbehrlich. Es kann übrigens bequem in einer Scheide am Gürtel getragen werden. 


Selbstverständlich umfasst das Sortiment des deutschen Messerherstellers auch feststehende Jagdmesser. Deren kurze und robuste Klinge ist unabdingbar für das Aufbrechen und Abhäuten sowie viele weitere Aufgaben. Auch Modelle mit langen und schlanken Klingen für das sichere Abfangen von Wild fallen in diese Kategorie. Doch nicht nur die Stabilität spricht für die Jagdmesser, sondern auch die einfache Reinigung.


Damastmesser: Hunderte feine Schichten Stahl
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Damastmesser dürfen im Produktportfolio ebenfalls nicht fehlen. Die Herstellung von Klingen aus Damast ist Teil der asiatischen und europäischen Schwertschmiedekunst. Mindestens zwei Stahlsorten werden immer wieder gefaltet, sodass sich mehrere hundert Schichten zu einer besonders widerstandsfähigen Klinge formen. 


Während dieses Prozesses werden zudem Verunreinigungen in den Rohstoffen minimiert bzw. gleichmässig verteilt. So stören sie die Robustheit der Klinge nicht, und das fertige Damastmesser weist keine besonderen Schwachstellen auf. Im Rahmen dieses Produktionsverfahren sollen die Stärken der verwendeten Materialien also vereint und Schwächen eliminiert werden. 


So können beispielsweise harte und weiche Stahlarten miteinander verbunden werden und sich gegenseitig ergänzen. Harter Stahl ist zwar sehr robust und bleibt lange Zeit scharf. Andererseits kann er aber auch schnell brechen, denn ihm mangelt es an Flexibilität. 


Weicher Stahl hingegen lässt sich nicht so leicht brechen. Dafür verliert er deutlich schneller an Schärfe und gibt gegebenenfalls nach. Durch die Verbindung beider lassen sich Nachteile ausgleichen. Heraus kommt ein qualitativ hochwertiges Messer mit unzähligen Einsatzgebieten. 


Die eben erläuterte Falttechnik verleiht den Damastmessern ausserdem ihre einzigartige Maserung. Diese wird allerdings oft imitiert, weshalb es gerade für Laien sehr schwer ist, echte Damastmesser von optischen Zwillingen zu unterscheiden. 


Damast war übrigens besonders im Mittelalter und in der frühen Neuzeit sehr begehrt. Seinen Namen verdankt er der Stadt Damaskus, die früher als wichtiges Handelszentrum für Schwerter und Messer aus diesem Stahl galt. Heutzutage findet Damast im Vergleich eher selten Anwendung. 


Mittlerweile gibt es verschiedenste Monostähle, die die gleichen Eigenschaften aufweisen – ganz ohne Schweissverbundverfahren. Dennoch sind Damastmesser aufgrund ihrer einzigartigen Maserung bei Liebhabern nach wie vor begehrt. Deshalb sind sie fester Bestandteil des Sortiments von Böker.


Messer für den Einsatz bei der Arbeit und sogar im Kampf


Einsatzmesser sind aus dem Alltag zahlreicher Berufsgruppen nicht wegzudenken. Dazu gehören beispielsweise Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und auch das Militär. Einsatzmesser weisen eine hohe Stabilität auf, was erheblich zur Sicherheit beiträgt. Zudem sind sie praktisch handhabbar und können auch mit Handschuhen bedient werden.


Ein schweres Arbeitsmesser mit Tradition ist das Bowiemesser, das ebenfalls Teil des Produktportfolios des deutschen Unternehmens ist. Es wurde vor etwa 200 Jahren entwickelt und galt gleichermassen als Arbeits- und als Kampfmesser. Sowohl die Soldaten im amerikanischen Bürgerkrieg als auch Büffeljäger und Cowboys trugen Bowiemesser. 


Bekannt sind die Messer auch aus Film und Fernsehen. So waren unter anderem Filmhelden wie John Rambo und Crocodile Dundee damit ausgestattet. Der Name des oftmals aufwendig verzierten Messers ist übrigens auf den Pionier und Soldat James «Jim» Bowie zurückzuführen.


Über die vier Bereiche von Böker

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Im Grunde lässt sich die gesamte Produktpalette des Messerherstellers in vier Bereiche gliedern:


1. Böker Manufaktur Solingen

2. Böker Plus

3. Magnum by Böker 

4. Böker Arbolito


Die Böker Manufaktur Solingen vertreibt die handgefertigten Messer direkt vor Ort. Wer beispielsweise besondere Sammlermesser in limitierter Auflage sucht, ist dort an der richtigen Adresse. Bekannt ist die Manufaktur in Solingen vor allem für ihre Sammlermesser mit besonderen Damaststahlklingen. Diese werden aus dem Kanonenrohr-Stahl der Leopard-Kampfpanzer oder den Panzerpaletten der Tirpitz hergestellt.


Bei Böker Plus sind Messer erhältlich, die in Zusammenarbeit mit internationalen Messermachern entstehen. Deren Fertigung findet in der Regel in Übersee statt. Böker Plus legt den Fokus vor allem auf innovative Messer, die professionelle Anwender ansprechen.


Magnum by Böker hingegen bietet Messer, die in Solingen konzipiert werden. Doch das Design, die Konstruktion und der Fertigungsprozess finden in Übersee statt. Exemplare aus eigener Fertigung in Buenos Aires vertreibt Böker Arbolito. Gemeinsam mit internationalen Messermachern legt Böker übrigens auch Designs, die ursprünglich für Einzelstücke gefertigt wurden, in Massenproduktion aus.


Wer auf der Suche nach hochwertigen Messern des renommierten Herstellers Böker ist, wird bei Meister-Messer fündig. Das gebotene Sortiment erstreckt sich von Taschenmessern über Rasiermesser bis hin zu den bei Sammlern begehrten Bowiemessern. Bei Fragen und weiteren Anliegen ist eine persönliche Beratung per Telefon oder E-Mail möglich.

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