Santokumesser: Eigenschaften und Vorteile die Du kennen solltest
Montag, 15. November 2021

Santokumesser: Eigenschaften und Vorteile die Du kennen solltest

Kaum ein Land ist so eng mit der Schmiedekunst verwoben wie Japan. Kultur, Geschichte und Mythologie des asiatischen Staates sind voll von legendären Klingen. Kein Wunder also, dass sich auch in modernen Anwendungen viele Messer aus Japan finden – wie etwa das Santokumesser. Gerade im Bereich der Küchenmesser geniessen die Klingen aus Fernost einen hervorragenden Ruf. 

 

Die sehr guten Schneideeigenschaften und die Vielseitigkeit des Santokumessers sind weltweit gefragt. Im Messerblock eines jeden Meisterkochs darf es keinesfalls fehlen. Auch Hobbyköche, die mit Leidenschaft die köstlichsten Gerichte zubereiten, greifen gern zum Santoku.  

 

Die scharfe Klinge überzeugt gleichermassen in Amateur- und Profikreisen und besticht durch ihre vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Was genau das asiatische Santokumesser so besonders macht, erfährst Du hier. Im Folgenden werden unter anderem Fragen zum Santokumesser beantwortet: 


  • Wie ist es entstanden?
  • Wofür wird es verwendet?
  • Welche Eigenschaften hat ein gutes Modell?

Ausserdem gibt es viele Tipps zur Wahl des Messers, spannende Hintergründe und interessante Eindrücke rund um das Thema.


Santokumesser: Moderne Klinge mit reicher Tradition

Japanische Messer und Klingen sind legendär. Doch nicht bloss das sagenumwobene Katana – das Schwert der Samurai – begründet den Ruf der japanischen Schmiedekunst. Die als Hōchō bezeichneten Küchenmesser traditioneller Herstellung sind ebenso sagenumwoben und werden in unterschiedlichsten Formen und Schliffvarianten angeboten.


Anders als in Europa sind in Japan besonders einseitig geschliffene Messer weit verbreitet. Der Hintergrund dieser für Europäer ungewöhnlichen Schliffvariation ist die Ernährung. In Europa stand im Laufe der letzten Jahrhunderte sehr häufig Fleisch auf der Speisekarte. Die japanische Küche zeichnete sich hingegen lange durch ein reiches Angebot an Fisch und Gemüse aus.


Einseitig geschliffene Messer bieten eine feinere Schnittführung und können auch für filigrane Filettierarbeiten gut genutzt werden. Mit Einsetzen der industriellen Revolution fand auch in Japan immer mehr Fleisch den Weg auf die Teller.Mit diesen veränderten Ernährungsgewohnheiten lässt sich auch der Name des Santokumessers erklären. Santoku bedeutet übersetzt «Messer der drei Tugenden» und soll auf den Einsatz des Messers für Fleisch, Fisch und Gemüse verweisen.

Wie die Industrialisierung das Santokumesser erfand

Mit der Reformation Japans Ende des 19. Jahrhunderts und dem japanischen Wirtschaftswunder nach dem Zweiten Weltkrieg hielt die Modernisierung Einzug. Mit der veränderten Ernährungsweise wandelte sich auch die Anforderung an die Küchenmesser.


Japanische Messerschmiede kombinierten die althergebrachten Formen der Hōchō mit westlichen Messerformen und modernen Schmiedemethoden. So entstand im Laufe der Zeit das Santokumesser mit seiner ganz eigenen Formsprache. Doch nicht nur die Form der Klinge wurde angepasst, auch ihr Schliff wurde verändert.


Der die Schneide mit einseitigem Schliff wurde durch eine doppelseitig angeschliffene Schneide ersetzt, der Messerrücken breiter und unnachgiebiger geformt. Während japanische Köche aus einem sehr breiten Arsenal an unterschiedlichen Küchenmessern auswählen, hat sich das Santokumesser seinen Platz erobert. Doch wie genau sieht ein Santokumesser aus?


Das Santokumesser: Form und Funktion

Das Santokumesser: Form und Funktion

Das Design und die Form eines Küchenmessers sind stets an den Einsatzzweck gebunden. Sinnlose Schnörkel oder Designelemente fehlen daher auch beim Messer im Santoku-Stil. Hier ist alles auf Präzision und Zweckmässigkeit ausgelegt. Natürlich gibt es auch beim Santoku einige gestalterische Freiheiten, doch das Grundrezept des Messers ähnelt sich stets.

Die Klinge

Die Klinge eines Santokumessers ist immer nach demselben Muster aufgebaut und geformt. Die im Englischen als Sheepfoot (Schafsfuss) bezeichnete Form verfügt über eine gerade Klinge und eine zur Spitze gebogene Oberkante. Der Klingenrücken ist breit gehalten und geht direkt in den Griff des Messers über. 

 

Die Klingenlänge der meisten Santokus ist mit 14 bis 19 Zentimetern mit europäischen Kochmessern vergleichbar. Profiköche greifen gern auf längere Klingen zurück, da sie einen vergleichsweise geringen Kraftaufwand erfordern. Für den Gebrauch in der heimischen Küche sind Klingen mit einer Länge von 16 bis 18 Zentimetern zu empfehlen. 

 

Bei modernen Santokus finden sich in den Flanken der Klinge oft eingearbeitete Dellen. Diese sogenannten Kullen sorgen dafür, dass besonders klebriges Schnittgut nicht an der Seite der Klinge haften bleibt. Ob eine Klinge mit Vertiefungen einer glatten Klinge überlegen ist, lässt sich nicht per se sagen. Es hängt von den Vorlieben des Kochs ab. 

 

Doch die Länge der Klinge ist nicht das einzige Kriterium, auf das beim Kauf Wert zu legen ist. Auch das Material spielt eine wichtige Rolle. Es bestimmt die Härte und Schärfe des Santokus sowie den Aufwand für die optimale Pflege. Zudem hat es Einfluss auf den Kaufpreis.

Der Griff

Traditionelle japanische Küchenmesser verfügen in der Regel über eine der drei klassischen Griffgeometrien: rund, oval oder achteckig.Messer im Santoku-Stil haben meist einen Griff aus bearbeiteten Holz oder Horn. Teilweise werden auch Messer mit Metall- oder Kunststoffgriffen angeboten.


Holz- und Metallgriffe verleihen dem Santoku eine besonders edle Optik. Allerdings bieten Griffe aus Kunststoff den Vorteil, dass sie sich leichter reinigen lassen. Auf welches Griffmaterial die Wahl letztendlich fällt, ist und bleibt eine Frage der persönlichen Vorlieben. Die Platzierung des Griffes gibt den Fingern des Kochs genügend Freiheit, über der Schneideunterlage Platz zu finden.

Das Material

Japanische Messer gelten nicht zuletzt wegen ihres hervorragenden Stahls weltweit zu den Spitzenreitern unter den Kochmessern. Für moderne Santokumesser werden in der Regel hochwertige Stähle wie VG10 oder SPG2 verwendet. Wie bei vielen traditionellen Küchenmessern Japans werden auch bei Messern im Santoku-Stil meist mehrlagige Stähle verwendet. Gerade bei hochwertigen Messern werden auch mehrfach gefaltete Klingen verwendet. Sie ähneln dem Damaszener Stahl und werden nach dem gleichen Prinzip hergestellt.

Die Herstellungsweise

Die japanische Sprache unterteilt Küchenmesser in zwei Kategorien. Die traditionellen japanischen Messer werden als Wabōchō bezeichnet. Westliche Messer fallen unter den Begriff Yōbōchō. Diese Unterscheidung kommt auch bei der Herstellung der Messer zum Tragen.


Während Wabōchō regelmässig traditionell per Hand geschmiedet werden, kommen bei den Yōbōchō industrielle Fertigungsprozesse zum Einsatz. Ein besonders hochwertiges Santokumesser nach traditioneller Herstellung wird per Hand geschmiedet und geschärft. Hierbei kommen heute auch ausserhalb Japans traditionelle Methoden zum Einsatz.


Richtige Handhabung – das Santokumesser im Einsatz

Richtige Handhabung – das Santokumesser im Einsatz

Die schlichte, elegante Form des Messers spricht viele Köche an. Oftmals wird das Santoku als eleganter und schöner angesehen als europäische Verwandte wie das traditionelle Kochmesser der westlichen Küche. Doch nicht nur die Optik des Santoku unterscheidet sich von seinen westlichen Kameraden. Auch bei der Handhabung gibt es einige Punkte, die es zu beachten gilt. Für ein ideales Schnittergebnis und den richtigen Einsatz des Messers gibt es daher einige wichtige Tipps und Tricks.


Die Schnittrichtung


Anders als bei einem traditionellen, einseitig geschliffenen Küchenmesser japanischer Herkunft wird das Santokumesser nicht ausschliesslich für ziehende Schnitte genutzt. Die Klinge ist dank doppelseitigem Schliff und starrer Klinge auch für schiebende Schnittbewegungen geeignet.


Der Kraftaufwand


Scharfes Messer gleich wenig Kraft? Diese Gleichung trifft nur bedingt zu. Natürlich sind der Zustand und die Schärfe einer Klinge stark dafür verantwortlich, wie viel Kraft der schneidende Koch aufwenden muss. Doch auch die Klingenform spielt eine entscheidende Rolle. Im Vergleich zu westlichen Messern im Allgemeinen und Küchenmessern im Speziellen haben japanische Klingen einen deutlich kleineren Winkel. Durch diesen Schliff gleitet das Messer eher durch das Schnittgut, der Kraftaufwand wird deutlich reduziert.


Die Handhabung


Santokumesser sind sehr gut ausbalancierte Messer und daher sehr gut zu bedienen. Der breite Messerrücken ist darauf ausgelegt, den Schnitt mit der Fingerkuppe zu führen. Das Messer wird, ähnlich wie beim westlichen Kochmesser, nah an der Klinge geführt, um ein Höchstmass an Präzision zu erreichen. Der Griff des japanischen Allzweckmessers liegt dabei fest, aber entspannt in der Hand des Kochs. Die meisten Messer werden sowohl für Links- als auch für Rechtshänder angeboten – dank des beidseitigen Schliffs kein Problem.


Reinigung, Aufbewahrung und Schärfen von Santokumessern

Hervorragende Schnittqualitäten und einfache Handhabung sind Hauptargumente für das Santoku. Auch bei einem hochwertigen Messer sind die Pflege und der richtige Umgang beim Schliff ausschlaggebend für eine lange Lebenszeit. Mit folgenden Hinweisen und Tipps bleibt das Santokumesser geschmeidig, elegant und scharf.


Santokumesser richtig schärfen: So geht es


Beim richtigen Schliff kommt es neben der verwendeten Stahlsorte vor allem auf den Anspruch des Nutzers an. Auch die Fertigungsart des Messers spielt eine Rolle. Günstig produzierte Santokus tolerieren aufgrund der verwendeten Stähle grobe Behandlungen. Bei hochwertigen, handgeschmiedeten Messern kommt es hingegen auf den richtigen Umgang an.


Gerade der noch immer weit verbreitete Wetzstahl ist nicht das richtige Werkzeug, um ein hochwertiges Messer zu schärfen. Die häufig verwendeten Kohlenstoffstähle könnten durch den Wetzstahl beschädigt werden und kleine Stücke abbrechen. Dann wird ein aufwändiger Neuschliff fällig. Mit einem Wasserschleifstein dagegen erzielt man beim Santoku die besten und nachhaltigsten Ergebnisse.


Bei der Wahl des richtigen Steins kommt es in erster Linie auf die richtige und gleichmässige Körnung an. Bei regelmässiger Anwendung des Steins genügt meist eine Körnung von weniger als 1000. Aufwändiges Vorschleifen wird nur selten notwendig sein, dann sollten im ersten Durchgang gröbere Steine verwendet werden. Um die letzten Reserven der Klinge zu mobilisieren, nutzen japanische Köche gern Steine mit einer Körnung von 3000 und mehr. Hier gehört neben dem exakten Umgang auch eine Prise Geduld mit zur Arbeit.


Die Pflege der Klinge

Die Pflege der Klinge


Wie bei allen hochwertigen Messern sollte auch ein Santokumesser nicht in der Spülmaschine gewaschen werden. Die hohen Temperaturen, Kontakt mit metallenen Innenwänden und aggressive Reinigungsmittel können die Klinge schnell beschädigen und dauerhaft beeinträchtigen. Eine sanfte Reinigung unter fliessendem Wasser und das Aufbringen eines sanften Reinigers bringen den gewünschten Erfolg.


Die richtige Schneideunterlage


Die richtige Schneideunterlage

Um die Klinge vor zu starken Belastungen zu bewahren, werden bei hochwertigen japanischen Messern Unterlagen aus Holz oder Bambus genutzt. Diese Unterlagen geben beim Schnitt leicht nach und helfen dem Messer dabei, das Schnittgut zu bearbeiten. Gerade beim Gebrauch von Holzunterlagen kommt häufig die Frage nach der Hygiene auf. Beim Verarbeiten von Fisch und Fleisch sollte das Brett schnell und gründlich abgewaschen werden, um Bakterien keine Chance zu bieten. Auch Kunststoffbretter eignen sich als Schneideunterlage, wenn das Plastik nicht zu hart ist.


Das richtige Material für den eigenen Bedarf auswählen

Wer auf der Suche nach einem Santokumesser für die eigene Küche ist, wird schnell mit einer riesigen Auswahl konfrontiert. Die Auswahl des richtigen Materials wird von zwei Komponenten beeinflusst: die Schärfe und der Pflegeaufwand.


Beim Santoku ist die Auswahl des Stahls entscheidend, wenn es um die Widerstandsfähigkeit und Schnittfestigkeit der Klinge geht. In der traditionellen japanischen Schmiedekunst haben sich sehr kohlenstoffhaltige Stähle durchgesetzt. Kohlenstoffhaltige Stähle haben den Vorteil, dass die Klinge recht leicht geschärft werden kann und diese Schärfe auch sehr gut hält.


Allerdings ist der Pflegeaufwand bei diesen Klingen höher. Sie sind in der Regel nicht rostfrei und müssen stets sehr sorgsam behandelt werden. Westliche Edelstahlvarianten hingegen verzeihen eine etwas gröbere Behandlung und punkten mit einer rostfreien Klinge. Nachteilig sind die geringere Schärfe und die schlechtere Schliffhaltigkeit.


Welche Santokumesser bietet Meister-Messer? 

Das Sortiment des Online-Shops von Meister-Messer ist breit gefächert und umfasst Produkte von Herstellern aus aller Welt in verschiedenen Preisklassen. Das gilt auch für die Kategorie der Santokus. Im Folgenden erhältst Du einen kleinen Einblick und lernst ein paar der beliebtesten Exemplare genauer kennen.


Das Zuiun Santoku von Kanetsugu aus hochwertigem Damaststahl

Zuiun Santoku


Seit über 170 Jahren gehört Kanetsugu zu den Klingenherstellern mit Rang und Namen. Alles begann mit Samurai-Schwertern. Doch als die Nachfrage nach 1870 abnahm, widmete sich das Unternehmen zunehmend der Herstellung feiner Küchenmesser. Kanetsugu verlieh ihnen den sogenannten Hamaguri-Schliff, auch Muschelform-Schliff genannt. Er verleiht dem Santoku eine unvergleichliche Schärfe und Langlebigkeit.  

 

Exquisite Handwerkskunst und Tradition stehen bei Kanetsugu im Vordergrund. Zum hundertjährigen Bestehen des Unternehmens erwachte das Zuiun Santoku zum Leben. «Zuiun» bedeutet frei übersetzt «glücksbringende Wolke», was das Messer zu einem Boten von Zufriedenheit und Freude macht.  

 

Die Kiritsuke-Klingenform und die verkehrte Tanto-Spitze lassen dieses Santoku zum optimalen Wegbegleiter für feinste Schneidarbeiten werden. Pulvermetallurgischer Super Gold Powder 2 High-Tech Stahl, kurz SPG2, bildet den Kern der 18 Zentimeter langen Klinge.  

 

Der Hochleistungsstahl weist mit 1.3 Prozent einen sehr hohen Kohlenstoffanteil auf, was eine Härte von bis zu 65 Rockwell ermöglicht. Es entsteht ein Santoku, das ein aussergewöhnlich hohes Schärfepotenzial aufweist und damit eine hohe Schneidleistung und Beständigkeit liefert. Umschlossen wird der SPG2-Kern von 62 Lagen Damaststahl.


Was macht Santokumesser aus Damaststahl so beliebt?

Damaststahl

Das Besondere an Damaststahl ist, dass er aus mehreren geschichteten Stahlsorten hergestellt wird. Dieses Verfahren ist bereits seit über 2000 Jahren bekannt. Der Schmied legt die Schichten übereinander und verschweisst sie im Feuer. Anschliessend streckt er das Material, legt es erneut übereinander und verschweisst es wieder.  

 

So arbeitet er sich immer weiter vor, bis die gewünschte Anzahl von Schichten erreicht ist und alle fest verbunden sind. Damit erschafft er eine scharfe und robuste Klinge. Wie jeder Rohstoff weist auch Stahl vereinzelt Unreinheiten auf, die für Schwachstellen im daraus entstehenden Santokumesser sorgen können.  

 

Dank des zahlreichen Schichtens und Verschweissens verteilt der Schmied diese Ureinheiten und eliminiert sie somit. Hinzu kommt, dass das wiederholte Schmieden die Kristallstruktur verfeinert. Ausserdem nimmt der Stahl beim Erhitzen im Feuer Kohlenstoff auf, der sich dank des Faltens in der gesamten Klinge verteilt. All das trägt zur Härte, Robustheit und Langlebigkeit des Santokus aus Damaststahl bei.  

 

Während des Herstellungsprozesses entsteht eine dekorative Musterung, denn die einzelnen Schichten lassen sich von aussen erkennen. Auch das ist ein erheblicher Beitrag zur Beliebtheit von Santokus aus Damast.  

 

Die besondere Klinge des Zuiun wird durch einen Griff aus dunklem laminiertem Holz ergänzt. Dank seiner achteckigen Form liegt das Messer gut in der Hand. Sie ermöglicht ein sicheres Führen der Klinge durch das Schnittgut.


Das Yuri Santoku von Shizu Hamono aus der japanischen Schwerter- und Messer-Stadt Seki City

Yuri Santoku


Die Messerschmiede Shizu Hamono hat sich auf Küchenmesser im japanischen und europäischen Stil spezialisiert. Meister Hisashi Horibe lässt es sich nicht nehmen, jedes einzelne Exemplar persönlich zu kontrollieren, bevor es die Fertigungsstätten verlässt.  

 

Beim Yuri Santoku handelt es sich um ein formschönes Santoku, dessen Klinge aus mehrlagigem Stahl gefertigt wurde. Inmitten des weichen, rostfreien SUS1A-1 Edelstahls ruht ein Kern aus AUS-8. Dank eines 14-prozentigen Chromanteils ist auch diese Stahlart rostfrei. Zudem weist sie einen Kohlenstoffgehalt von 0.75 Prozent auf.  

 

Demzufolge lässt sie sich sehr leicht schärfen, überzeugt aber dennoch mit einer guten Schnitthaltigkeit und Verschleissfestigkeit. Der SUS1A-1 Edelstahl umschliesst den etwas härteren Kern sicher und bietet ihm Stabilität. So gleitet die dünne, 19 Zentimeter lange Klinge ohne grossen Kraftaufwand durch das Schnittgut und hinterlässt glatte Schnittkanten.  

 

Für noch mehr Stabilität für den Anwender sorgt der leichte Griff aus hellem Schichtholz, der für ein angenehmes Schneidegefühl sorgt. Leicht, handlich und scharf – das beschreibt das japanische Yuri Santoku in drei Worten.


Tojiro und das Shippu Santoku

Shippu Santoku

Höchste Sorgfalt in Handarbeit – das ist die Devise von Tojiro. Seit über 60 Jahren stellt das Unternehmen Küchenmesser her und konzentriert sich dabei nicht nur auf die japanischen Traditionen. Auch moderne und innovative Messer-Designs sind an der Tagesordnung.  

 

Jeder einzelne Produktionsschritt findet in den eigenen Räumlichkeiten von Tojiro statt. Darauf legt das Unternehmen grossen Wert. So ist es den Mitarbeitern möglich, den gesamten Arbeitsprozess genau zu überwachen. Das Ergebnis sind qualitativ hochwertige Messer, die mit einer erstklassigen Verarbeitung überzeugen.  

 

Das Shippu Santoku erscheint in traditionellem japanischem Antlitz und trägt im Herz einen Kern aus VG-10 Stahl. Er gehört zu den beliebtesten Stahlarten in Japan und wird von der Takefu Special Steel Corporation in Fukui hergestellt. Was erheblich zu seiner Beliebtheit beiträgt, ist der hohe Gehalt an Kohlenstoff und Vanadium.  

 

Er sorgt unter anderem für eine hohe Verschleissfestigkeit und Schnitthaltigkeit, denn mit 60 Rockwell gehört VG-10 zu den harten Stählen. Dennoch lässt er sich im Vergleich zu anderen Arten mit gleicher Härte leicht schärfen. Das hat VG-10 der Kombination seiner Legierungsmetalle zu verdanken. Ein konventioneller, gewässerter Schleifstein eignet sich sehr gut.  

 

Und einen weiteren Vorteil bietet VG-10: Der Stahl weist einen Chromgehalt von 15.5 Prozent auf. Dieser verleiht ihm eine sehr gute Korrosionsbeständigkeit. Um genau zu sein, gehört diese Stahlart sogar zum Besten, was dieses Kriterium angeht.  

 

Damaststahl umhüllt die Klinge. Insgesamt sind es 32 Lagen, die dem Kern Stabilität geben. Nach traditionellem Verfahren wird die Klinge mit 16.5 Zentimetern Länge in den Griff eingesteckt. Dieser besteht aus hellem japanischem Eichenholz, das wiederum mit einer Zwinge aus dunklem Büffelhorn versehen wurde.


Japanische Messerkunst in Deutschland: Das Santoku Hocho von Fudo

Santoku Hocho

Die hochwertigen Klingen, die seit über 1000 Jahren in Asien geschmiedet werden, haben die Kontinentalgrenzen schon längst überschritten. Auch europäische Messerhersteller sind überzeugt von der japanischen Messerkunst und legen selbst Hand an – so auch Fudo. Die Eigenmarke der Firma Haller bietet Kochmesser für Profiköche und ambitionierte Hobby-Gourmets.  

 

Die Unternehmensgeschichte begann vor mehr als 100 Jahren im kleinen deutschen Städtchen Schwäbisch Hall. Aus der einstigen Messerschmiede mit angeschlossenem Ladenverkauf entwickelte sich einer der führenden Importeure Europas.  

 

Das Familienunternehmen in dritter bzw. vierter Generation setzt mit der Eigenmarke Fudo japanische Traditionen auf deutschem Boden um. So rief es unter anderem das Santoku Hocho ins Leben – eines der Spitzenprodukte auf dem Markt.


VG-1 Stahl, eingefasst von Damast 

33 Schichten Damaststahl ummanteln einen Kern aus VG-1 Stahl – nicht zu verwechseln mit VG-10. Letzterer gilt als der höherwertigere Stahl, doch VG-1 ist deutlich häufiger in Messern verschiedenster Hersteller anzutreffen. Der Edelstahl verfügt über einen Kohlenstoffgehalt von bis zu 0.95 Prozent. Er weist ausserdem bis zu 15 Prozent Chrom und 0.4 Prozent Molybdän auf.  

 

Ein hoher Kohlenstoffgehalt trägt bekanntermassen zur besonderen Härte einer Klinge bei. Chrom und Molybdän hingegen bilden während des Schmiedens sogenannte Doppelcarbidbindungen. Sie erhöhen die Korrosions- und Abriebsbeständigkeit des Stahls erheblich. Dank dieser Zusammensetzung kann VG-1 eine Härte von rund 60 Rockwell erreichen, was auch für das Santoku Hocho gilt.  

 

In Kombination mit 33 Schichten Damaststahl, die das VG-1 umschliessen, entsteht ein Santoku, das höchste Schneidleistung bei grösstmöglicher Flexibilität bietet. Zur 19.5 Zentimeter langen Klinge gesellt sich ein Griff aus POM-Kunststoff. Dieser ist für seine Robustheit und Stabilität bekannt.  

 

Er liegt weich in der Hand und behält sogar bei Temperaturen bis 175 Grad Celsius seine Form. Damit hält er sogar den hitzigsten Kochvorhaben problemlos stand. Übrigens: Jedes Santoku Hocho wird in einer edlen Holzkassette geliefert, deren Deckel sich aufschieben lässt.


Das ergonomische Kide Santoku von Marttiini

Kide Santoku

Scharf und pflegeleicht – das macht die Messer der Kide-Serie von Marttiini aus. Das Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern von Messern für Haushalt, Beruf, Campen, Jagen und mehr. Die traditionsbehaftete finnische Firma ist bereits in dritter Generation und behauptet sich am Markt durch Qualität, Innovation und Design. Das beweist auch das Kide Santoku

 

Mit einer 18 Zentimeter langen Klinge aus deutschem 1.4116 Stahl eignet sich das Santoku gleichermassen für filigrane und grobe Arbeiten. Es schneidet Fleisch besonders fein und schafft es gleichzeitig, widerspenstiges Wurzelgemüse problemlos zu durchtrennen. Möglich macht das die beachtliche Härte von bis zu 58 Rockwell, die der rostfreie Stahl erreichen kann.  

 

Das Geheimnis liegt im sehr ausgewogenen Verhältnis von Chrom und Kohlenstoff im 1.4116 Stahl. 15 Prozent Chrom und 0.55 Prozent Kohlenstoff verleihen dem Kide Santoku eine aussergewöhnliche Stärke und Kantenfestigkeit. Auch das Schleifen des Messers geht leicht von der Hand. Vervollständigt wird das Santoku durch einen Santoprene-Griff.  

 

Der thermoplastische Kunststoff ist formfest, aber dennoch elastisch verformbar und eignet sich damit hervorragend zur Herstellung des ergonomischen Griffs. Dank ihm liegt das Kide Santoku sicher in der Hand des Anwenders. Somit minimiert er die Verletzungsgefahr beim Durchtrennen von sehr hartem Schnittgut. Und noch einen weiteren Vorteil bietet der Santoprene-Griff: Er ist leicht zu reinigen.


Ein Santokumesser auch in Deiner Küche 

Ein Santoku ist viel mehr als nur ein Küchenmesser. Es ist ein wertvoller Helfer voller Tradition, dem eine jahrhundertelange Geschichte innewohnt. Meister der Sterneküche sind genauso vom Santoku überzeugt wie leidenschaftliche Hobbyköche. Wer die eigene Küche ebenfalls mit einem derart hochwertigen Messer ausstatten möchte, wird bei Meister-Messer fündig.  

 

Neben einzelnen Santokus verschiedener Hersteller sind auch ganze Messer-Sets Teil des Sortiments. Sie statten jede Küche optimal aus. Von Marttiini über Shizu Hamono bis Fudo – im Online-Shop sind nicht nur Messermacher aus Japan, sondern auch aus Europa vertreten.


Fazit

Das Santokumesser ist ein hervorragendes, universell einsetzbares Küchenmesser mit einer interessanten Historie. Auch wenn sein Ursprung in Fernost liegt, finden sich heute in vielen westlichen Küchen Messer im Santoku-Stil. Die Qualität der Klingen traditionell geschmiedeter Messer ist über jeden Zweifel erhaben.


Doch auch nach westlicher Tradition gefertigte Klingen aus Edelstahl haben ihre Daseinsberechtigung. Es ist alles eine Frage des Geschmacks. Im Online-Shop von Meister-Messer findest du eine grosse und gut sortierte Auswahl an Messern im Santoku-Stil. Nach strengen Kriterien ausgewählt und begutachtet, findet sich hier eine ganze Reihe besonderer Messer für Köche und Messerliebhaber.


Wer eine Beratung wünscht oder Fragen zur Suche nach dem perfekten japanischen Kochmesser hat, nimmt Kontakt zu Meister-Messer auf. Die Mitarbeiter sind telefonisch von 10:30 Uhr bis 17 Uhr erreichbar. Am besten funktioniert die Kontaktaufnahme per E-Mail oder über das Formular.

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