Ein Kampfmesser kann auch als ein vielseitiges Werkzeug genutzt werden
Montag, 8. November 2021

Ein Kampfmesser kann auch als ein vielseitiges Werkzeug genutzt werden

Vom Schlachtfeld bis in den Rucksack eines jeden Survivalists und Campers: Das Kampfmesser hat eine beachtliche Entwicklung hinter sich. Und seine Einsatzgebiete könnten kaum breiter gefächert sein. Einst kam es nahezu ausschliesslich als Waffe im Nahkampf zum Einsatz und fügte dem Gegner verheerende Stichverletzungen zu.  

 

Dass das Kampfmesser ursprünglich als reines Instrument zum Angriff gefertigt wurde, lässt sich an seinem Aufbau wunderbar erkennen. Es sollte möglichst leicht durch die Rippen des Gegners gleiten. Deshalb zeichnet sich das Messer vor allem durch seine schmale und beidseitig geschliffene Klinge aus. Messer mit dieser Klingenform werden als Dolche bezeichnet, welche bei Meister Messer in einer eigenen Kategorie zu finden sind. In der Kategorie Dolche sind auch die mittelalterlichen Saxmesser angesiedelt.

 

Doch auch gekrümmte Messer waren und sind auch heute keine Seltenheit – wie beispielsweise das sogenannte Kukri. Hierbei handelte es sich ursprünglich um eine traditionelle nepalesische Waffe, die Soldaten bei sich trugen. Die massive Hiebwaffe zeichnet sich unter anderem durch die charakteristische Kerbe direkt über dem Griff aus.  

 

Sie erfüllt die Aufgabe einer Tropfnase und sorgt dafür, dass kein Blut über den Messergriff läuft. Andernfalls bestünde die Gefahr, dass das Messer dem Anwender aus der Hand rutscht und er sein Angriffs- und Verteidigungsmittel verliert. 


Die weltweite Evolution des Kampfmessers 

black field large raptor karambit kampfmesser


Nicht nur nepalesische Soldaten trugen spezielle Ausführungen des Kampfmessers bei sich. Jeder Teil der Erde zeichnet sich durch seine ganz eigenen Kulturen, Bräuche, Gewohnheiten und auch Kampfkünste aus. Diesen passte sich das Messer immer weiter an. So kam es, dass in verschiedensten Ländern immer neue Formen des Messers ins Leben gerufen wurden. 

 

Beispielhaft hierfür gilt neben dem Kukri auch das Karambit. Es wird bereits seit dem elften Jahrhundert im asiatischen Raum genutzt. Ursprünglich handelte es sich um ein Erntemesser, das besonders durch die Kampfkünste Kali und Pencak Silat Bekanntheit erlangte.  


Im westlichen Raum ist es heutzutage vor allem als Sammlerstück und leichtes Kampfmesser begehrt. In Asien fungiert es mittlerweile vor allem als Arbeitsmesser. Auch die ursprünglichen Waffen, die lediglich Samurais besassen (Tanto und Wakizashi), sind aus keiner gut sortierten Kampfmessersammlung wegzudenken. Das gilt zumindest für die heutigen, modernen Varianten wie zum Beispiel dem 3V Magnum Tanto von Cold Steel.


cold steel


Mit ihren vergleichsweise langen Klingen kommen sie heutzutage kaum noch militärisch zum Einsatz. Vielmehr gelten sie unter Sammlern und Messer-Enthusiasten als Hommage an vergangene Zeiten des kriegerischen Nahkampfs. Zahlreiche westliche Messer-Designer nahmen sich das Tanto-Messer zum Vorbild und riefen diverse Weiterentwicklungen wie das American Tanto ins Leben.  

 

Die meisten Vertreter dieser Kategorie verfügen über eine sehr stabile Klinge, die sich nur leicht bis zur Sekundärspitze verjüngt. Dank ihrer geraden Form bildet sie eine ebenso starke Spitze, die sehr leicht eindringt. Deshalb wird auch bei militärischen Kampfmessern gern auf diese Klingenform zurückgegriffen. 


Kampfmesser auf der grossen Leinwand

Kampfmesser auf der grossen Leinwand


Natürlich hat neben regionalen Entwicklungen auch der wachsende Markt zur Entstehung weiterer Kampfmesser-Modelle beigetragen. Zu denken ist dabei etwa an das allseits bekannte Legionnaire Bowie. Es hatte im Film «The Expendables 2» seinen grossen Auftritt.  

 

Das Auftauchen in Film und Fernsehen trägt erheblich zur Beliebtheit derartiger Messer bei. Selbst Zuschauer, die bisher keine Affinität zeigten, wissen sie zu schätzen. Die Rufe nach immer extravaganteren Modellen werden immer lauter. So entstehen aussergewöhnliche Messer, die zum Highlight in den Vitrinen eines jeden faszinierten Sammlers werden.


Von der Waffe zum Werkzeug 

kampfmesser


Heutzutage ist der Nahkampf in der Kriegsführung vergleichsweise wenig relevant, weshalb sich auch die Anwendungsbereiche des Kampfmessers verändert haben. Es hat sich zu einem gern genutzten Hilfsmittel in Form eines Mehrzweckwerkzeugs entwickelt. So erfüllt es zum Beispiel folgende Aufgaben: 


  • Zertrennen faseriger Materialien 
  • Aufhebeln von Türen 
  • Öffnen kleiner Schlösser 
  • Spalten von Holz 
  • Öffnen von Kisten, Konserven und Flaschen 
  • Schneiden von Brot und Ähnlichem 

All das macht das Kampfmesser zu einem unverzichtbaren Begleiter für alle Abenteurer, Hobby-Survivalists und leidenschaftliche Camper. Es ist nicht nur ein begehrtes Sammelobjekt, sondern gleichzeitig ein praktisches Gadget bei verschiedensten Outdoor-Aktivitäten.  

 

Auch an anderer Stelle findet das Messer Anwendung, nämlich bei der Polizei und beim Militär. Einige Einheiten werden mit diesen Spezialmessern ausgestattet – jedoch nicht, um sie als Waffe zu benutzen. In diesem Bereich steht ebenfalls der Charakter des Messers als praktisches und vielseitig anwendbares Werkzeug im Vordergrund.


Welche Kriterien erfüllt ein hochwertiges Kampfmesser?

hochwertiges kampfmesser


Kampfmesser kommen in unzähligen Ausführungen daher. Dennoch erfüllen sie allesamt die gleiche übergeordnete Anforderung: eine tadellose Funktionsweise im Ernstfall. Tritt ein Notfall ein, schnellt das Adrenalin in die Höhe, und der Anwender wird unter Umständen nervös. Auch dann muss das Messer seinen Job zuverlässig erledigen und die Verletzungsgefahr des Nutzers minimal halten.  

 

Damit dies möglich ist, sollten beim Kauf stets zwei Punkte im Vordergrund stehen: Robustheit und Stabilität. Entscheidend ist dabei unter anderem die Härte des Stahls. Oftmals wird angenommen, dass sie möglichst hoch sein sollte, um eine langlebige Klinge zu bilden. Doch das ist nur die halbe Wahrheit.  

 

Tatsächlich lässt sich weicher Stahl möglicherweise verformen, wodurch die Schneide stumpf wird. Ist das Material allerdings zu hart, besteht die Gefahr, dass die Klinge bei starker Krafteinwirkung abbricht. Es gilt also, das optimale Mittelmass zu finden.  

 

Eine Stahlhärte zwischen 57 und 59 Rockwell eignet sich sehr gut für Kampfmesser. Die Klinge ist dann weich genug, um noch eine gewisse Flexibilität aufzuweisen, die ein Abbrechen der Messerspitze verhindert. Gleichzeitig gibt sie nicht zu sehr nach und stumpft damit nicht frühzeitig ab.


Schliff und Klingenform


Wie bereits erwähnt, sind Kampfmesser meist sehr schmal und beidseitig geschliffen, was ihrem ursprünglichen Einsatz beim Nahkampf geschuldet ist. Doch auch Modelle mit einseitigem Schliff sind weit verbreitet, vor allem für den militärischen Gebrauch.  

 

Ausführungen mit Glatt- oder Teilwellenschliff sind am häufigsten anzutreffen, seltener hingegen Modelle mit einem vollständigen Wellenschliff. Die gezackten Schneiden eignen sich vor allem für das Durchtrennen von Gurtband und anderem robustem Gewebe. 

 

Kommt das Messer häufig für stechende oder grabende Arbeiten zum Einsatz, sollte seine Spitze nicht zu fein sein. Auch wenn die Stahlhärte optimal gewählt wurde, kann sie beim Stechen in besonders harte Materialien aufgrund ihrer Feinheit leichter brechen.  

 

Eine Dicke von mindestens drei Millimetern sollte die Klinge eines Kampfmessers stets aufweisen. Im Idealfall überschreitet sie ein Mass von 4.5 Millimetern nicht, denn andernfalls wird das Werkzeug schnell zu sperrig und unhandlich.


Die Ergonomie ist nicht zu unterschätzen 

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Ein perfekt geschliffenes Kampfmesser aus hochwertigstem Stahl nützt dem Anwender leider nicht viel, wenn es schlecht in der Hand liegt. Nur wenn die Ergonomie stimmt, kann der Besitzer es sicher festhalten und ausreichend Kraft darauf übertragen. Sowohl beim Vorderhand- als auch beim Reverse-Griff muss es problemlos zu halten sein.  

 

Nur so kann der Anwender es auch in Stresssituationen sicher führen und verletzt sich nicht versehentlich selbst. Scharfe Ecken, Wülste und Quetschpunkte sollten genauso wenig vorhanden sein wie zu stark ausgeprägte Fingermulden. Diese würden die Hand in eine unnatürliche Position zwingen und somit den Anwendungskomfort beeinträchtigen.  

 

Nicht zu vergessen ist das Material des Griffs. Von Holz über Edelstahl bis hin zu Titan – die Bandbreite ist gross. Doch egal, worauf die Wahl fällt: Entscheidend ist, dass der Griff sich nicht verformt und bruchfest ist. Ausserdem sollte er weder Wasser noch Schweiss, Öl oder andere Flüssigkeiten in sich aufnehmen.  

 

Das macht einen Holzgriff zu einer weniger guten Wahl. Ebenfalls nicht optimal sind Griffe aus Kraton. Das gummiähnliche, weiche Material verliert mit der Zeit an Qualität und lässt sich unter Umständen früher oder später abziehen. Wer hingegen auf Metallgriffe setzt, erfreut sich an einer sehr langen Lebensdauer.  

 

Allerdings sind derartige Exemplare oft etwas schwerer und verfügen über eine glattere Oberfläche, die bei Feuchtigkeit rutschig werden kann. Bestenfalls ist sie also leicht aufgeraut oder profiliert, um in jeder Situation einen guten Halt zu gewährleisten.


Über gefärbte Klingen und praktische Features 


Zahlreiche Kampfmesser, die für den Gebrauch als Einsatzmesser gefertigt werden, weisen ausserdem eine geschwärzte Klinge auf. Der Grund dafür ist ganz logisch: Die Farbe minimiert Lichtreflexionen. Diese könnten die Position des Trägers, der sich vor der Gefahrenquelle versteckt und langsam anschleichen möchte, verraten. 

 

Einige Modelle bestechen zudem mit zusätzlichen Features, wie beispielsweise einem Glasbrecher am Griff oder einem Sägerücken. 


Feststehendes Messer versus Taschenmesser

feststehende messer


Kampfmesser kommen in feststehender Form und als Taschenmesser daher. Auf welche Art die Wahl fällt, hängt massgeblich davon ab, welche Zwecke das Messer erfüllen soll. Feststehende Exemplare sind robuster und halten einer höheren Krafteinwirkung stand, da sie keinerlei bewegliche Teile aufweisen. Doch das bedeutet nicht, dass Kampfmesser in Taschenmesserform unsicher sind.  

 

Sie sind mit speziellen Verriegelungssystemen ausgestattet, die verhindern, dass sie sich bei Krafteinwirkung ungewollt zusammenklappen und Verletzungen verursachen. Beispielhaft hierfür gilt unter anderem das Linerlock-System. Dabei ist längs an der Klinge eine Stahlblattfeder befestigt. Die Klinge drückt sie zur Seite, wenn das Messer geschlossen ist.  

 

Wird es geöffnet, springt die Feder hinter die Klinge und blockiert sie, sodass sie bei Krafteinwirkung nicht wieder zurückklappt. Zum Schliessen schiebt der Anwender die Feder mit dem Daumen wieder zur Seite. Gleichzeitig drückt er mit dem Zeigefinger auf den Klingenrücken, und schon ist das Messer wieder sicher verschlossen. 

 

Welche Tragesysteme eignen sich für Kampfmesser?


Wer sich für ein Kampfmesser mit feststehender Klinge entscheidet, sollte es niemals ungeschützt in der Jacken- oder Hosentasche mitführen. Zu gross ist die Gefahr, sich damit selbst zu verletzen, beispielsweise bei einem Sturz. Wohin also damit? Spezielle Scheiden lösen das Problem. Auf welches Material die Wahl dabei fällt, hängt von den eigenen Vorlieben ab.  

 

So stehen beispielsweise Modelle aus Leder, Nylon oder Kydex zur Auswahl. Beliebt sind vor allem Scheiden aus Leder, denn sie bieten eine besonders hochwertige Optik. Viel wichtiger als die Wahl des Materials ist allerdings die der richtigen Grösse. Die Scheide sollte die Klinge des Messers vollständig umschliessen und ihr nur minimalen Spielraum bieten.  

 

Wer ein zu grosses Modell wählt, läuft Gefahr, dass die Klinge im Inneren übermässiger Reibung ausgesetzt ist. Dies kann mit der Zeit zu Beschädigungen führen. Auch Etuis eignen sich zur Aufbewahrung von Kampfmessern. Allerdings ist das Messer im Notfall schneller griffbereit, wenn es lediglich aus einer Scheide gezogen werden muss. 


Bei den meisten Kampfmesser im Sortiment von Meister Messer ist bereits eine passende Scheide im Lieferumfang enthalten.


Kampfmesser in verschiedensten Ausführungen bestellen 


Für Deinen nächsten Camping-Ausflug oder Survival-Trip benötigst Du noch einen zuverlässigen Begleiter? Bei Meister-Messer findest Du hochwertige Kampfmesser verschiedenster Hersteller mit Rang und Namen. Exemplare von Extrema Ratio, Black Field, und mehr sind Teil des Sortiments. 

 

Wähle noch heute Deinen Favoriten und halte schon bald Deinen zuverlässigen Helfer für alle Fälle in den Händen. Bei Fragen oder Beratungswünschen wird Dir bei Meister-Messer eine kompetente Unterstützung zuteil. Nimm dazu per E-Mail oder Telefon Kontakt zu den Mitarbeitern auf oder füll das Kontaktformular aus. 

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