Mittwoch, 20. Mai 2020

Die Kunst der Rasur mit dem Rasiermesser – Meister Messer



Die meisten Männer rasieren sich heutzutage mit einem elektrischen oder einem Nassrasierer. Lange Zeit war jedoch das Rasiermesser die einzige Möglichkeit, die Haare im Gesicht zu entfernen. Wenn Sie Wert auf eine saubere Rasur legen, dann ist die Messerrasur eine gute Wahl für Sie.

Rasiermesser: Eine jahrtausendelange Geschichte


Rasiermesser gibt es seit Menschengedenken. Die ersten gefundenen Exemplare stammen aus dem dritten Jahrtausend vor Christus. Im antiken Ägypten rasierten sich zunächst Männer aus der Oberschicht mit bronzenen oder kupfernen Messern, bald darauf kam die Methode auch bei der restlichen Bevölkerung in Mode.


Auch nach Europa breiteten sich Rasiermesser schnell aus. Interessanterweise gab es hier zwei Arten, die jeweils in unterschiedlichen Regionen genutzt wurden. Im zentralen und westlichen Europa verwendeten die Männer doppelschneidige Messer in Form eines Halbmonds. In Skandinavien wurden hingegen einschneidige Messer gefunden, die den heutigen Exemplaren recht ähnlich sind.


Im Römischen Reich gehörte ein Rasiermesser neben Schere, Spiegel und Kamm zur üblichen Ausrüstung eines Barbiers. Auch Privatpersonen gehobenen Standes besassen solche Messer, deren Griffe etwa aus Elfenbein bestanden. Im Mittelalter entstand schliesslich der Berufsstand des Barbiers, der unter anderem Bärte mit dem Messer abrasierte. Dies tat er jedoch ohne Schaum, was den Vorgang äusserst schmerzhaft machte.


Seine Hochzeit erlebte das Rasiermesser im 19. Jahrhundert. Verschiedene Hersteller aus Frankreich, dem deutschen Solingen und dem englischen Sheffield brachten Messer auf den Markt, die zugleich hochwertig und erschwinglich waren. Zudem brachten zahlreiche Publizisten Anleitungen zur Rasur und zur Pflege des Equipments heraus.


Sein Ende in der breiten Öffentlichkeit fand das Rasiermesser schliesslich Anfang des 20. Jahrhunderts, als der Rasierhobel langsam in Mode kam. Nichtsdestotrotz hat sich die Messerrasur ihren klassischen Charme bewahrt und gilt bei ihren Anhängern als die beste Methode, sich seiner Barthaare zu entledigen. 


Wie Sie sich mit dem Messer rasieren – eine Anleitung

Es sollte vorangeschickt werden, dass die Rasur mit Messer etwas Vorbereitung benötigt und vor allem Anfängern nicht ganz leicht von der Hand geht. Wenn es um schnelles Rasieren geht, hat der Elektrorasierer durchaus seine Vorteile. Wollen Sie hingegen Ihre Rasur zu einem regelrechten Ritual machen und noch dazu Ihre Barthaare gründlich entfernen, dann ist das Messer optimal für Sie

Die Vorbereitung

Um mit der Messerrasur beginnen zu können, benötigen Sie selbstverständlich ein Rasiermesser. Dazu kommen noch die folgenden Produkte:

- Rasiercreme oder -seife

- Rasierpinsel

- Rasierschale

- Pflegeprodukte wie Rasierwasser oder hautberuhigender Balsam

Um Ihre Haut auf die Rasur vorzubereiten, waschen Sie Ihr Gesicht zunächst mit sehr warmem Wasser. Das tun Sie entweder unter der Dusche, wenn Sie vor dem Rasieren ohnehin duschen. Oder Sie verwenden ein Handtuch, das Sie in heisses Wasser tauchen.

Lassen Sie das Handtuch ruhig einige Minuten auf Ihrem Gesicht liegen, damit sich die Wärme verteilen kann. Durch die Bearbeitung mit heissem Wasser öffnen sich die Poren der Haut. Zudem werden die Haare im Gesicht etwas weicher. Dadurch geht die Rasur leichter vonstatten. Als Nächstes sorgen Sie für den Rasierschaum.

Den erhalten Sie in Flaschen in jedem Drogeriemarkt. Zu einer echten Messerrasur gehört jedoch normalerweise, dass Sie den Schaum selbst herstellen. Dafür verwenden Sie eine Rasierseife. Füllen Sie ein wenig heisses Wasser in die Rasierschale und tauchen Sie den Rasierpinsel hinein. Dann bewegen Sie den angefeuchteten Pinsel mehrmals sanft und kreisend über die Rasierseife, bis sich Schaum bildet.

Möglicherweise müssen Sie mit dem Pinsel etwas mehr Wasser hinzufügen, damit die Seife zu schäumen beginnt. Direkt vor der Rasur sollten Sie Ihr Gesicht nochmals anfeuchten. Dann verteilen Sie den Schaum mit dem Pinsel gleichmässig über Ihre Bartpartien. Gehen Sie dabei ruhig grosszügig vor. Zu wenig Schaum führt dazu, dass die Rasur schmerzhaft werden kann. Lassen Sie den Schaum zwischen drei und fünf Minuten einwirken. 

Wie Sie das Messer halten

Es folgt der grosse Auftritt des Rasiermessers. Um die Rasur so angenehm wie möglich zu gestalten, ist es wichtig, das Messer richtig in der Hand zu halten. Klappen Sie es zunächst auf und halten Sie es mit der Griffschale von Ihrem Gesicht weg. Legen Sie dann Zeige-, Mittel- und Ringfinger Ihrer starken Hand auf die Fläche neben der Klinge. Der Zeige- und der Mittelfinger sollten dabei auf dem Klingenschaft liegen, also unmittelbar neben der Klinge, während der Ringfinger auf der Angel ruht. So wird die Verlängerung des Klingenschafts bezeichnet. Zwischen Ihrem Mittel- und Ihrem Ringfinger befindet sich also die Griffschale. 

Die richtige Rasur

Haben Sie das Messer richtig im Griff, kann es mit der Rasur losgehen. Ganz wichtig ist, dass Sie das Messer im optimalen Winkel über Ihre Haut führen. Der Winkel beträgt etwa 30 Grad. Ist er zu flach, dann kann es passieren, dass Sie sich in die Haut schneiden. Ist er hingegen zu steil, dann reissen Sie die Haare aus.

Während Sie mit der einen Hand das Messer über Ihre Haut führen, spannen Sie mit der anderen die Hautpartie, die Sie rasieren wollen. Das machen Sie am besten mit Daumen und Zeigefinger. Sie können auch Grimassen ziehen oder Ihre Wange mit Luft aufblasen, um die Haut zu straffen.

Wenn das Rasiermesser über Ihre Haut fährt, dürfen Sie keinesfalls Druck ausüben. Vorausgesetzt, das Messer ist scharf genug, schneidet es mühelos die Haare, mit denen es in Kontakt kommt. Sobald Sie mit Ihren Fingern das Messer auch nur leicht nach unten drücken, könnten Sie sich Schnitte zufügen.

Bei der Messerrasur kommt es nicht darauf an, dass mit dem ersten Zug bereits sämtliche Barthaare gestutzt sind. Stattdessen wandert das Messer zwei bis drei Mal über Ihr Gesicht, bevor Sie das optimale Ergebnis erzielt haben. Im ersten Durchlauf kürzt es die Haare weitgehend und trennt bereits einige ab.

In den weiteren Runden geht es schliesslich daran, sämtliche Barthaare zu entfernen. Eventuell muss es auch ein dritter Durchgang sein – vor allem dann, wenn Sie hartes oder widerspenstiges Barthaar haben. Vor jedem neuerlichen Durchlauf tragen Sie selbstverständlich wieder Rasierschaum auf Ihr Gesicht auf. Dabei gehen Sie wie bereits beschrieben vor.

Die Reihenfolge bei der Rasur

Bei der Messerrasur hat sich eine bestimmte Reihenfolge der Gesichtspartien als praktisch erwiesen. Demnach starten Sie mit den glatten Teilen des Gesichts, also den Koteletten und den Wangen. Anschliessend ist der Hals an der Reihe, bis letztlich die schwierigeren Partien den Abschluss bilden: das Kinn und der Abschnitt unter der Nase. Dort gilt es, besonders vorsichtig zu sein, da Sie es mit einigen Unebenheiten zu tun haben und die Haut ausgesprochen empfindlich ist.

Die Pflege danach

Die Rasur ist beendet, wenn alle Barthaare verschwunden sind, die Sie entfernen wollten. Dann geht es nur noch um die Pflege der beanspruchten Haut. Diese beginnt damit, dass Sie die Rückstände des Rasierschaums sowie die Stoppeln vom Gesicht abwaschen. Das tun Sie am besten mit kaltem Wasser, das zugleich die Haut beruhigt. Im letzten Schritt tragen Sie noch Aftershave oder ein ähnliches Pflegeprodukt auf und erfreuen sich an dem sauberen Ergebnis Ihrer Messerrasur.

Einige nützliche Tipps für die Messerrasur

Wie Sie an der obigen Beschreibung erkennen können, ist die Rasur mit einem Messer alles andere als ein Zuckerschlecken. Vor allem für Anfänger hält sie die eine oder andere Herausforderung bereit. Daher erhalten Sie hier noch einige wertvolle Tipps

Übung macht den Meister

Da die Klinge eines Rasiermessers sehr scharf ist, darf man sich keine groben Fehler erlauben. Sie werden im schlimmsten Fall mit tiefen Schnittwunden bestraft. Deshalb üben viele Neulinge die Rasur zunächst an einem Luftballon. Das ist eine empfehlenswerte Methode, sich an das Führen des Messers ohne Druck und im richtigen Winkel zu gewöhnen.

Bestreichen Sie dafür den Ballon mit Rasierschaum, wie Sie es auch mit Ihrem Gesicht machen würden. Entfernen Sie dann den Schaum mit dem Messer, indem Sie es im gleichen Winkel wie bei der Rasur auf dem Gesicht halten. Das Praktische an dieser Übung ist das sofortige Feedback: Ist der ausgeübte Druck zu hoch oder der Winkel zu steil, platzt der Luftballon. So haben Sie schnell den Dreh raus, wie Sie am besten mit dem Rasiermesser umgehen.

Harte Barthaare und Rasur der Konturen

Wenn Ihr Barthaar eher hart ist, dann lohnt es sich, es vor der Rasur mit einem Rasieröl zu behandeln. Dazu verreiben Sie das Öl zunächst auf Ihrem Bart. Dann umwickeln Sie Ihr Gesicht mit einem Handtuch, das Sie zuvor in heisses Wasser getaucht haben. Das Tuch verbleibt einige Minuten auf Ihrem Gesicht, damit die Barthaare aufweichen. Rasieröl ist auch die richtige Wahl, wenn Sie nicht den kompletten Bart abrasieren, sondern lediglich die Konturen schneiden wollen. Der Vorteil des Öls gegenüber dem Schaum ist nämlich, dass Sie sehen, wie Sie das Rasiermesser führen müssen. Für die Rasur des gesamten Barts empfiehlt es sich jedoch nicht, nur auf Rasieröl zu setzen. 

Die Pflege Ihres Rasiermessers

Die Schärfe der Klinge ist ein wesentlicher Aspekt bei der Rasur mit Messer. Daher sollte sie regelmässig abgezogen werden. Wenn Sie Ihr Messer abziehen, dann streichen Sie es über einen Riemen aus Leder. Damit sorgen Sie dafür, dass es seine Schärfe behält. Im Online-Shop Meister Messer finden Sie nicht nur verschiedene Rasiermesser, sondern auch eine Auswahl an Riemen.

Jeder Riemen ist an einer Seite mit einer Vorrichtung versehen, mit dem Sie ihn beispielsweise an einem Haken befestigen können. Es empfiehlt sich also, einen solchen Haken in dem Raum anzubringen, in dem Sie Ihr Messer regelmässig abziehen. Der Haken sollte fest in der Oberfläche verankert sein, da er einiges an Zugkraft aushalten muss.

Bevor Sie mit dem Abziehen beginnen, müssen Sie den Riemen erst noch mit der sogenannten Abziehpaste bestreichen. Die Paste beinhaltet winzige Körner, die der Klinge ihre Schärfe zurückgibt. Ziehen Sie nun mit einer Hand an der Seite des Riemens, der nicht am Haken hängt. Der Riemen darf nicht durchhängen, sondern muss straff sein. In der anderen Hand halten Sie das Messer und legen es zunächst mit der Klinge nach oben auf den Riemen.

Dann drehen Sie das Messer, sodass die Klinge den Riemen berührt. Anschliessend ziehen Sie das Messer über den Riemen, allerdings so, dass die Klinge nicht nach vorne zeigt. Sind Sie am Ende des Riemens angekommen, drehen Sie das Messer um und fahren in die andere Richtung. Diese Bewegung wiederholen Sie mehrere Male. Wie bei der Rasur müssen Sie keinen Druck auf das Messer ausüben.

Die Wahl des passenden Rasiermessers

Auf dem Markt sind zahlreiche Arten von Rasiermessern vertreten. Sie unterscheiden sich vor allem hinsichtlich der Form ihrer Klingen. Vor allem für Anfänger auf dem Gebiet der Messerrasur haben sich die Produkte der Marke Gentleman’s Finest als besonders gut handhabbar erwiesen.

Rasiermesser von Gentleman’s Finest

Der Schweizer Online-Shop Meister Messer verfügt über ein breites Sortiment an Messern unterschiedlicher Art. Selbstverständlich dürfen dabei auch Rasiermesser nicht fehlen. In diesem Bereich führt der Shop die hochwertigen Produkte der Marke Gentleman’s Finest.

Wenn Sie noch unerfahren im Umgang mit dem Rasiermesser sind und sich erst vorsichtig an diese anspruchsvolle Rasurmethode herantasten wollen, dann sind die Produkte von Gentleman’s Finest genau die richtige Wahl für Sie. Die Messer sind mit Griffen aus verschiedenen Materialien und in unterschiedlichen Farben verfügbar. Klassisch ist etwa ein Griff aus Oliven- oder Ebenholz, einen modernen Touch bringen die Messer mit Kunststoffgriff mit.

Wie bei dieser Art von Messern üblich, verschwindet die Klinge bei Bedarf in der Griffschale. Somit lässt sich das Messer auch gefahrlos auf Reisen mitnehmen. Die Klinge besteht aus rostfreiem Carbonstahl. Für die optimale Pflege hat Meister Messer auch die passenden Riemen sowie Abziehpasten im Angebot. Schauen Sie sich gerne um und statten Sie sich mit der Ausrüstung für Ihre Messerrasur aus!

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