Dienstag, 31. Januar 2017

Was ein gutes Überlebensmesser ausmacht

Ein Überlebensmesser ist das wichtigste Utensil in jedem Outdoor-Paket. Es muss nicht unbedingt ein grosses und schweres Messer sein, um für das Durchkommen wichtig zu sein. Denn um in Notfall-Situationen überleben zu können ist es erst mal wichtig, überhaupt ein Messer mit dabei zu haben.

Ein Überlebensmesser kann in vielen Situationen durchaus sehr hilfreich sein. Eine kurze Überlegung, was Sie anstelle eines Messers verwenden sollten wenn es darum geht Feuerholz zu zerkleinern, Schnüre durchzuschneiden, um Wild zu enthäuten oder andere Mahlzeiten vorzubereiten, zeigt, wie praktisch ein gutes Überlebensmesser ist. Denn die einzige Alternative wären die blossen Hände, und das klingt nach viel und schmerzhafter Arbeit.

Folgend finden Sie eine Liste mit den wichtigsten Überlegungen zu und Funktionen eines Überlebensmessers.

1 Überlebensset dabei

Manche Überlebensmesser haben einen ausgehöhlten Griff, in welchem sich ein wasserfestes Überlebensset mit beispielsweise wasserfesten Streichhölzern und einem Kompass befindet. Manche Hersteller verweisen darauf, dass auch diese wasserfesten Streichhölzer nicht unbedingt in jeder Situation funktionieren und schlagen die Mitnahme von Feuerschlägern vor.

Zwar ist die Stabilität des Messers durch die Aushöhlung des Griffes gemindert, doch können die darin befindlichen Utensilien gut weiterhelfen. Ideal wäre, ein solches Überlebens- und Notfallset in jedem Fall zusätzlich dabei zu haben – und das separat und nicht im Messer integriert.

2 Die Legierung der Klinge

Wer ein billiges Überlebensmesser kauft, kann nicht erwarten, dass es ihm in einer Notsituation wirklich weiter hilft. Der verwendete Klingenstahl der Schnäppchen-Messer hat keine so starke Legierung und Zusammensetzung, wodurch die Messer zwar einfacher nachzuschleifen sind, doch ist dadurch auch ihre Stabilität beeinträchtigt. Die Messer mögen zwar wie ein gutes Messer aussehen und das Design entsprechend aggressiv wirken, doch wird die Klinge zweifellos brechen, sobald mit dem Überlebensmesser grössere und schwerere Aufgaben erledigt werden.

3 Einschneidig oder zweischneidig? Die Klingenform

Zweischneidige Messer sehen in der Regel sehr cool aus, doch am Ende sind sie doch weniger geeignet wenn es darum geht, das Messer für das Aufbrechen oder als Schlagstock durchs Gebüsch zu verwenden. Denn anders als manche vielleicht denken mögen werden Überlebensmesser viel öfter als Werkzeug denn als Waffe verwendet.

Hinzu kommt, dass man von Zeit zu Zeit den Klingenrücken mit den Fingern halten und Druck darauf ausüben muss, um feinere Arbeiten auszuführen. Das heisst auch, dass prinzipiell stärkere Klingenstärken von Vorteil sind. Die Verwendbarkeit als Überlebensmesser wird vor allem auch durch Drop-Point-Klingen verbessert, deren Rücken zur Spitze hin konvex gebogen sind.

Gleiches gilt für die Schneide. Ist sie ebenfalls zur Klingenspitze hin konvex gebogen können Schnitte einfacher und präziser durchgeführt werden. Insofern sehen Tanto-Klingen aggressiv aus, erschweren allerdings trotzt ihrer meist stärkeren Klingenspitzen viele Arbeiten.

Für bestimmte Outdoor-Arbeiten sind allerdings flache Klinkenformen am besten geeignet, wie beispielsweise um Holz zu zerkleinern. Solche Klingenformen sind zudem auch am einfachsten selbst nachzuschärfen.

Gezahnte Schneiden oder Sägezahnklingen sehen zwar sehr viel wilder und hervorstechender aus, doch erweisen sie sich in der Praxis als weniger praktisch. Denn fast alle Aufgaben können mit einer glatten Schneide genauso gut oder gar besser durchgeführt werden.

4 Feststehende Überlebensmesser bevorzugen

Feststehende Messer wie der Full Tang, auch Vollerl genannt, bezeichnen die Messerform, bei welcher die Klinge von der Klingenspitze bis zum hinteren Heftkopf reicht. Das gesamte Messer ist somit in einem Stück gefertigt, was ihm eine besondere Stärke verleiht. Das Messer bricht in der Folge bei der Einwirkung starker Kräfte schwerer und es kann mehr Hebelkraft angewendet werden.

Im Gegensatz dazu gibt es Messer, deren Klinge und Griff mit einem Verbindungselement befestigt sind. Dies ist bei allen Klappmessern der Fall. Dies kann zwar zum Transport praktisch sein, doch leidet die Stabilität des Messers erheblich darunter.

5 Die richtige Klingenlänge

Messer mit einer Klingenlänge die Macheten gleicht mögen zwar eindrucksvoll aussehen, doch werden solche Messer auch schnell unhandlich. Der Umgang mit Macheten braucht viel Übung und ihr Einsatz ist vor allem geeignet, um regulär anfallende Holzarbeiten zu verrichten. Ein gutes Überlebensmesser muss hingegen kontrollierbar sein.

Andererseits sind zu kurze Klingen auch wieder hinderlich. Am Ende sollte der ausschlaggebende Grund die vornehmliche Verwendung des Messers sein.

6 Der Griff des Überlebensmessers

Für ein gutes Überlebensmesser sind der Griff und das Gefühl genauso wichtig wie die Klinge. Die Frage nach ausgehöhlten Griffen haben wurde bereits in Punkt 1 behandelt. Für die Stärkere, Widerstandsfähigkeit und einen guten Griff sind Karton, Micarta, G10, glasverstärktes Nylon, dichtes Holz oder Gummi gut geeignet. Wenn ein Messer unter Stress schwer zu halten und zu kontrollieren ist, kann dies zu Verletzungen führen. Um unbeabsichtigte Schnitte zu vermeiden hilft zudem ein ausgeprägter Heftkopf.

Abschliessend kann man sagen, dass das wichtigste bei einem Überlebensmesser tatsächlich weniger seine konkrete Ausstattung ist, als viel mehr die Regel gilt: Wer sein Messer nicht dabei hat, dem kann es nicht als Überlebensmesser dienen.

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