Armbrüste

1-24 von 24

Auch im 21. Jahrhundert besitzt die Armbrust eine grosse Fangemeinde. Moderne Ausführungen weisen jedoch kaum noch Gemeinsamkeiten mit den im Mittelalter verwendeten Geräten auf. Unterschiede zeigen sich beispielsweise bei den verwendeten Werkstoffen, aber mitunter ebenso beim Aufbau. Wer eine Armbrust kaufen möchte, kann zwischen einer Vielzahl von Modellen wählen. Ohne das notwendige Fachwissen besteht jedoch die Gefahr eines Fehlkaufs. Worauf Du achten solltest, um die optimale Armbrust zu finden, erfährst Du bei Meister Messer.

Die Geschichte der Armbrust: Schon in der Antike genutzt

Wann die erste Armbrust gefertigt wurde und wer ihr Erfinder war, lässt sich nicht genau datieren. Historiker konnten jedoch nachweisen, dass entsprechende Konstruktionen in China bereits im 11. Jahrhundert vor Christus bekannt waren. In Europa tauchten Urformen der Armbrust erstmalig im 4. Jahrhundert vor Christus in Griechenland auf. Allerdings besass die sogenannte Gastraphetes keine allzu grosse Bedeutung als Infanteriewaffe.

In grösserer Zahl wurden Armbrüste in Europa zum ersten Mal von den Normannen im Jahr 1066 in der Schlacht von Hastings eingesetzt. Danach stieg die Beliebtheit der Waffe kontinuierlich an. Da die Bolzen selbst eine schwere Ritterrüstung durchschlagen konnten, galten Armbrüste und Bögen als unritterlich. Infolgedessen wurde ihr Einsatz in Kämpfen zwischen Christen durch das Zweite Laterankonzil im Jahr 1139 verboten, was sich in der Praxis jedoch nicht durchsetzen liess. Im Zeitalter der Gotik (13. bis 15. Jahrhundert) galt die Armbrust im europäischen Raum sogar als bedeutendste Handfernwaffe.

Die Erfindung der Arkebuse (Hakenbüse) gegen Ende des 15. Jahrhunderts leitete das Aus für Armbrüste ein. Die mit Schiesspulver funktionierende Feuerwaffe liess sich nicht nur relativ leicht konstruieren, sondern besass ausserdem eine höhere Durchschlagskraft. Bis Mitte des 16. Jahrhunderts hatte sie die Armbrust als Kriegswaffe fast vollständig verdrängt.

Wofür kann man eine Armbrust heutzutage verwenden?

Ob Sport, Jagd oder Freizeit: Armbrüste lassen sich für unterschiedliche Zwecke nutzen. In einigen Teilen der Welt werden die Geräte überwiegend zur Jagd verwendet. In der Schweiz ist es jedoch per Gesetz untersagt, mit Armbrüsten zu jagen, was übrigens ebenso für Deutschland und Österreich gilt. Anders sieht die Lage in den USA und Kanada aus, wo das Gerät als Jagdwaffe auch heutzutage noch zum Einsatz kommt.

Mittlerweile findet die Armbrust meist als Sportgerät Verwendung, denn auch in der Schweiz wird das Armbrustschiessen immer beliebter. Viele Menschen betrachten die zu den Präzisionssportarten zählende Disziplin als optimalen Ausgleich zum Arbeitsalltag. Mittlerweile gibt es hierzulande nicht nur bereits etwa 120 Vereine, die sich dem Armbrustschiessen widmen, sondern ebenso nationale Wettkämpfe.

Auch auf Privatgelände sind Schiessübungen erlaubt. Die abgeschossenen Pfeile dürfen das eigene Grundstück jedoch auf keinen Fall verlassen. Andernfalls besteht die Gefahr, dass jemand ernsthaft zu Schaden kommt. Daher rät es sich an, nach Möglichkeit immer einen Schiessplatz aufzusuchen oder im Schützenverein zu trainieren. Ist diese Möglichkeit nicht gegeben, sollte ausschliesslich an Orten geschossen werden, an denen sich keine Menschen aufhalten. Dafür eignen sich beispielsweise gut einsehbare Hügel, da nicht auf der Zielscheibe gelandete Pfeile hier einfach im Boden verschwinden.

Welche Arten von Armbrüsten gibt es?

Im Allgemeinen ist eine Armbrust eine Fernwaffe, mit der sich Pfeile, Bolzen oder Kugeln verschiessen lassen. Im Detail handelt es sich um einen auf einer Mittelsäule montierten Bogen, der über eine Rückhaltevorrichtung verfügt. Diese sorgt dafür, dass die gespannte Sehne in ihrer Position verbleibt, bis vom Schützen der Abzugsmechanismus betätigt wird. Bezüglich der Bauart gibt es jedoch deutliche Unterschiede zwischen den im Handel angebotenen Modellen. Fachleute unterscheiden an dieser Stelle zwischen der Recurve-Armbrust und der Compound-Armbrust.

Recurve-Armbrüste: Robust gebaut und einfach zu warten

Die Recurve-Armbrust stellt die traditionelle beziehungsweise ursprüngliche Version der Fernwaffe dar. Entsprechende Modelle besitzen im Vergleich zur Compound-Armbrust einen relativ simplen Aufbau. Als charakteristisches Merkmal gelten die gebogenen Wurfarme, die vor dem Spannen der Sehne vom Schützen wegzeigen. Zu den wichtigsten Vorteilen, die diese Bauweise mit sich bringt, gehören vor allem:

  • Funktioniert selbst bei schlechten Witterungsbedingungen zuverlässig
  • Geringer Aufwand für Pflege und Wartung
  • Vergleichsweise niedrige Anschaffungskosten
  • Hohe Langlebigkeit

Compound-Armbrüste: Hightech-Sportgeräte mit hoher Präzision

Bei einer Compound-Armbrust fällt der Aufbau etwas komplexer aus. Dafür sind im Wesentlichen die unter der Bezeichnung Camwheels oder CAMs bekannten Umlenkrollen verantwortlich. Diese befinden sich an den Enden der Wurfarme und stellen das typische Erkennungsmerkmal der Highend-Sportgeräte dar. Das zusätzliche Bauteil gewährleistet eine effizientere Beschleunigung des Pfeils, welche sich positiv auf das Schussverhalten auswirkt. Außerdem sorgen die Umlenkrollen für eine Zuggewichtsreduzierung, die unter der Bezeichnung Let Off Effekt bekannt ist. Infolgedessen lassen sich Compound-Armbrüste relativ leicht spannen. Zu den Vorzügen dieser Konstruktionsart zählen insbesondere:

  • Weniger Vibrationen beim Schiessen und daher sehr präzise
  • Relativ leichter Spannvorgang
  • Kompakte Bauart
  • Etwas leichter im Gewicht

Rechtliche Situation: Wer darf eine Armbrust besitzen?

Die Armbrust fällt in der Schweiz nicht unter das Bundesgesetz über Waffen, Waffenzubehör und Munition. Stattdessen unterliegt sie der eidgenössischen beziehungsweise kantonalen Jagdgesetzgebung, welche die Waffe als bei der Jagd verbotenes Hilfsmittel einordnet. Das Gesetz verbietet jedoch weder den Erwerb und den Besitz noch das Führen des Geräts. Demzufolge kannst Du Dir problemlos eine Armbrust kaufen. In der Schweiz ist das Schiessen je nach Gemeinde jedoch teilweise nur in speziell für zu diesem Zweck ausgelegten Einrichtungen erlaubt. Auskunft darüber gibt die lokale Polizeiverordnung. Ein Mindestalter für das Führen einer Armbrust gibt es dagegen nicht.

Darüber hinaus lassen sich im Handel auch mit Luftdruck betriebene Geräte finden, die als Armbrust vertrieben werden. Entsprechende Modelle fallen jedoch unter das Waffengesetz.

Sicherheitshinweise für den Umgang mit Armbrüsten

ACHTUNG: Eine Armbrust ist eine Waffe und kein Spielzeug! Die Pfeile beziehungsweise Bolzen erreichen teilweise Geschwindigkeiten von mehr als 300 km/h. Die unsachgemässe Handhabung kann im schlimmsten Fall dazu führen, eine Person schwer zu verletzen oder sogar umzubringen. Daher solltest Du beim Umgang mit dem Gerät verschiedene Sicherheitsregeln beachten, vor allem:

  • Schiesse lediglich auf geeignete Zielobjekte und nur unter der Bedingung, dass sich niemand im Gefahrenbereich aufhält.
  • Richte die Armbrust niemals auf ein Lebewesen.
  • Führe das Gerät niemals gespannt oder geladen mit Dir und lege den Pfeil erst ein, bevor Du schiesst.
  • Lege den Zeigefinger erst unmittelbar vor Auslösen des Schusses an den Abzug an.
  • Halte niemals einen Finger, den Du behalten möchtest, vor die gespannte Sehne der Armbrust.

Worauf solltest Du beim Kauf einer Armbrust achten?

Wenn Du eine Armbrust kaufen möchtest, musst Du zunächst darüber nachdenken, welchem Zweck das Gerät dienen soll. Willst Du lediglich hin und wieder im eigenen Garten auf Ziele schiessen oder strebst Du einen Einstieg ins Sportschiessen an? Insbesondere im zweiten Fall lohnt es sich, etwas mehr Geld zu investieren.

Im Anschluss stellt sich die Frage, ob es lieber eine Recurve- oder eine Compound-Armbrust werden soll. Beide Bauweisen bringen spezifische Vorteile mit sich. Für Anfänger empfiehlt sich tendenziell eine Recurve-Armbrust, da der Wartungsaufwand hier geringer ausfällt. Für Profis und Sportschützen eignet sich hingegen eher ein Compound-Modell. Es gibt jedoch noch einige weitere Kriterien, die bei der Kaufentscheidung von Bedeutung sind:

  • Gewicht: Wie schwer die Armbrust sein darf, hängt vom eigenen Körpergewicht und der persönlichen Fitness ab. Für Personen mit einer zierlichen Statur empfiehlt sich eine leichte Armbrust oder alternativ eine Armbrustpistole.
  • Zuggewicht: Für gewöhnlich besitzt eine Armbrust mindestens ein Zuggewicht von 150 bis 175 lbs (entspricht etwa 75 bis 80 Kilogramm). Die Grösse gibt an, wie viel Kraft aufgewendet werden muss, um die Sehne zu spannen. Bei den Compound-Armbrüsten reduziert sich der tatsächliche Kraftaufwand aufgrund der Camwheels und des Let Off Effekts jedoch.
  • Pfeilgeschwindigkeit: Die Abschussgeschwindigkeit hat einen Einfluss auf die Durchschlagskraft des Pfeils und auf die Reichweite der Armbrust. Je weiter entfernte Ziele die Waffe erreichen soll, desto höher muss die Pfeilgeschwindigkeit ausfallen.
  • Zubehör: Der Lieferumfang richtet sich vor allem nach dem Preis. Bei teureren Modellen gehören häufig noch Leuchtpunktvisiere und ein Pfeil-Set zum Zubehör. Bei günstigen Armbrüsten wird meist darauf verzichtet. Erforderliche Zubehörartikel müssen User in diesem Fall nachkaufen.

Erstklassige Armbrüste online bei Meister Messer bestellen

Du denkst darüber nach, Dir eine Armbrust zu kaufen? Bei der Suche nach dem passenden Gerät ist Meister Messer Dein zuverlässiger Partner. In unserem Online-Shop findest Du sowohl hochwertige Recurve- und Compound-Armbrüste als auch Armbrustbolzen und Spannhilfen. Da unsere Produkte sich stets durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnen sollen, bieten wir aktuell Armbrust-Modelle der folgenden Hersteller an:

Für Einsteiger empfiehlt sich beispielsweise die Man Kung Klapp-Armbrust oder das Modell Onix. Für Profis eignen sich dagegen die etwas komplexeren Compound-Armbrüste aus unserem Sortiment. Grosser Beliebtheit erfreut sich beispielsweise die Poe Lang Compound-Armbrust Torpedo (185 lbs). Das Modell zeichnet sich unter anderem durch eine Leerschusssicherung, CNC-gefräste Cams und aus Fiberglas sowie Karbon bestehenden Wurfarmen aus. Erfülle Dir jetzt Deinen Traum von einer eigenen Armbrust, indem Du einfach und bequem im Online-Shop von Meister Messer bestellst.

Häufig gestellte Fragen

Wie weit schiesst eine Armbrust? Auch wenn die Reichweite von verschiedenen Faktoren abhängt, lassen sich mit einem im richtigen Winkel in die Luft geschossenen Pfeil bei guten Wetterbedingungen problemlos Entfernungen von 500 Metern erreichen. Der effektive Zielbereich liegt dagegen bei bis zu 80 Metern.

Wie viel Kostet eine Armbrust? Je nach Ausführung können die Anschaffungskosten sehr unterschiedlich ausfallen. Einsteigermodelle sind bereits für etwas mehr als 150 Franken erhältlich. Für die aus technischer Sicht etwas komplexeren Compound-Armbrüste solltest Du mindestens 400 bis 600 Franken einplanen, wobei es auch wesentlich teurere Modelle gibt.

Was bedeuten lbs und fps? Das in Zusammenhang mit dem Zuggewicht verwendete Kürzel "lbs" stellt die Pluralform des lateinischen Wortes libra dar, welches für Pfund steht. Ein lb entspricht etwa 454 Gramm (englisches Pfund im angloamerikanischen Maßsystem). Die Abkürzung "fps" steht für "feet per second", also Fuss pro Sekunde. Die Einheit lässt sich durch Multiplikation mit dem Faktor 1.09728 unkompliziert in Kilometer je Stunde umrechnen.